Last Words




Last Words

Beitragvon KaitoTemari » So 17. Jun 2012, 14:14

written by: KaitoTemari
Date: 21./22.Mai 2010
based on: Angel Beats! Episode 7
Sichtweise: Otonashi


Meine kleine Schwester Hatsune ist schon seit 2 Jahren nicht mehr aus dem Krankenhaus entlassen worden... Ich bewunderte sie und gleichzeitig bemitleidete ich sie. Sie konnte ihren Sinn des Lebens noch finden, ich selbst hatte keinen. Ich wollte ihr das Leben schöner machen, ich wollte, dass sie sich so freut. Ihr Danke an mich, wenn ich ihr Mangabücher mitbringe, war für mich immer das Schönste. Nun stand Weihnachten vor der Tür. Ich hatte die letzten Wochen extra hart gearbeitet damit ich etwas mit ihr unternehmen kann. Dies sollte ihr schönstes Weihnachten werden. Am Nachmittag des 24.Dezembers ging ich zu ihrem Arzt. "Kann ich meine Schwester heute Abend mit in die Stadt nehmen?", fragte ich ihn. "Das tut mir sehr leid, aber das geht nicht. Ihr Zustand verschlechtert sich ständig und es wäre gefährlich für sie, bei dieser Kälte nach draußen zu gehen", antwortete er mir. Er ließ keine weitere Diskussion zu und enttäuscht machte ich mich auf den Weg zum Krankenzimmer meiner Schwester. Mir lief eine Krankenschwester über den Weg. "Entschuldige, ich habe das Gespräch eben mitbekommen. Ich finde es echt lieb von dir, dass du deine kleine Schwester an Weihnachten ausführen willst. Ich habe ihr schon immer erzählt, wie das Fest in der Stadt ablief und sie hörte mir immer mit leuchtenden Augen zu. Schade, dass sie keine Erlaubnis hat. Aber nächstes Jahr wird es bestimmt klappen." Sie lächelte mich an und ging dann an mir vorbei. Ich stand vor der Tür des Zimmers von Hatsune und überlegte. Ich konnte meinen Plan jetzt nicht abblasen, nicht nachdem ich so hart dafür gearbeitet hatte. Ich ging entschlossen in Hatsunes Zimmer und berichtete ihr von meinem Plan. Am Abend schlich ich mich dann in das Krankenhaus, nahm sie auf meinen Rücken und ging mit ihr in die Stadt. Wir liefen die Straße entlang, die Bäume glitzerten. "Wow, das ist wundervoll! Siehst du es?", sagte ich zu meiner Schwester. "Ja... Es ist sehr hübsch..." Ich erzählte ihr, dass ich sehr viel Geld gespart hatte und dass sie sich alles wünschen konnte, was sie wollte, egal wie teuer es war. "Onii-chan...Danke." Es freute mich sehr, dass es ihr gefiel. Ich ging weiter und redete aufgeregt. Sie antwortete mir allerdings nicht, warscheinlich war sie zu sehr fasziniert. Ich beschloss, eine Pause zu machen, da dieser Ausflug für sie bestimmt anstrengend war. Ich ging mit ihr in ein Café und setzte sie auf einen Stuhl. Auf einmal bemerkte ich, dass sie sehr blass war. "Hatsune?! Alles in Ordnung?!" Ich wurde panisch. Sie antwortete mir nicht. Sofort ruf ich einen Krankenwagen. Auf dem Weg ins Krankenhaus waren die Notärzte sehr aufgeregt, Hatsunes Zustand war sehr schlecht. Sie wurde sofort in die Notaufnahme gebracht, ich musste vor der Tür warten. Ich wartete und wartete und wartete... Inszwischen waren schon 2 Stunden vergangen. Das machte mir Angst. Vielleicht hätte ich sie doch nicht mitnehmen sollen. Da kam ein Arzt aus der Notaufnahme. "Sind Sie ihr Bruder?" "Ja, der bin ich." Seine Miene sah sehr angespannt aus, das machte mich noch nervöser. "Es tut mir leid, dass ich Ihnen das berichten muss. Ihre Schwester hat es nicht geschafft." In diesem Moment brach einen Welt für mich zusammen. "K-Kann ich s-sie sehen?" Er nickte und führte mich zu ihr. Ich hörte Krankenschwestern und Ärzte tuscheln. "Er hat sie trotz Verbot nach draußen genommen." Ich wusste, dass es falsch war. Das brauchte mir niemand zu sagen. "Hören Sie auf!" Das war die Stimme der Krankenschwester, die ich heute Morgen gesehen hatte. Sie ging zu mir und legte mir einen Arm auf die Schulter. "Er wollte seiner Schwester nur eine Freude machen. Um sie stand es immerhin nicht gut. Es war leider nur eine Frage der Zeit..." Alle starrten betreten zu Boden. "Otonashi-kun. Schau sie dir an." Ich tat was sie sagte, natürlich mit schwerem Herzen. Da klopfte mein Herz schneller. Ich sah ihr Gesicht, es sah sehr friedlich und auch glücklich aus. Das war der Gesichtsausdruck, den sie immer hatte, wenn sie sich bei mir bedankte. "Sie hat sich sehr gefreut", sagte die Krankenschwester zu mir. "Ja...", sagte ich und fing an zu weinen. An diesem Abend bemerkte ich erst, dass Hatsune mein Lebenssinn gewesen war. Nun hatte ich wirklich nichts mehr. Ein paar Tage später ging ich an einem Krankenhaus vorbei. Ein Mädchen wurde entlassen, sie bedankte sich bei der Krankenschwester. In diesem Augenblick kamen mir Hatsunes letzte Wort, ihr "Danke" in den Sinn. Ich hatte mein neues Ziel gefunden. Die Kinder sollten sich so strahlend wie Hatsune bei mir bedanken: Ich wollte Arzt werden...
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Re: Last Words

Beitragvon Niroxs » Mo 25. Jun 2012, 10:49

Wirklich schön geschrieben :)

Hab den Animee erst gestern komplett am stück gesehen *Da ich nur sehr langsam immer wieder Animees schaue*

Aber ist schön passend mit gutem zusammenhang und in meiner sichtweise super geschreiben :)

Greez Niroxs
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Re: Last Words

Beitragvon KaitoTemari » Sa 29. Sep 2012, 11:44

Danke :oops:
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